Erfolgreiche zwei Wochen liegen hinter den Fahrern des Teams EGN-Rose-NRW

Mülheim a. d. R.: Für den ersten Podestplatz sorgte Marius Prünte beim Rennen der Elite in Mülheim an der Ruhr, als er knapp den Sieg verschenkte. Den Sieg eigentlich schon in der Tasche, fiel dem schnellen Mann aus Unna im Sprint die Kette aufs kleine Blatt und musste so seinen Kontrahenten vorbeiziehen lassen. Prünte hatte sich ebenso wie Teamkollege Patrick Oeben nach zahlreichen Attacken nach gut der Hälfte des Rennens in einer 6-köpfigen Spitzengruppe befunden, aus der er sich zwei Runden vor Schluss noch mal mit dem späteren Sieger Alex Schmitt absetzen konnte. Oeben sorgte dafür, dass niemand nachsetzte und komplettierte das gute Ergebnis mit Platz vier, nach dem er bereits beim vorausgegangenen Runderekord als Fünfter das Ziel passiert hatte. Boris Fastring kontrollierte unterdessen hinten im Feld das Geschehen und kam mit dem Hauptfeld ins Ziel.

Kerkrade/NL: Als Titelverteidiger gingen das Team EGN-Rose-NRW mit sechs Fahrer an den Start des 164 km langen Rennens, das mit einigen Anstiegen und einer engen Streckenführung schon früh die Spreu vom Weizen trennte. Dauerregen machte den Kurs noch um einiges gefährlicher. Leidtragender war gleich in der ersten Runde Tim Gebauer, der stürzte, das Rennen wieder aufnahm aber kurze Zeit später doch vom Rad steigen musste. Schon in einer frühen Phase des Rennens setzen sich zwei Fahrer ab, ein Angriff, den auch die aufmerksamen Fahrer des Krefelder Teams nicht wirklich ernst nahmen. Nach gut der Hälfte der Rennens musste auch Patrick Oeben mit Defekt die Konkurrenz ziehen lassen, die ihr Tempo in den letzten Runden brutal verschärfte, um die mittlerweile 6 Mann starke Ausreißergruppe wieder zu stellen. Runde um Runde fielen Fahrer zurück, so auch Yannick Bok und Marten Klöpping, die bis zu diesem Zeitpunkt ein starkes Rennen fuhren. Lediglich 38 von ehemals 150 ins Rennen gegangene Fahrer erreichten das Ziel, unter Ihnen auch Jan Oelerich auf einem hervorragenden 21. Platz, damit gleichzeitig zweitbester Deutscher Teilnehmer und Thomas Koep auf Rang 31, die beide einmal mehr ihre Qualitäten auf schwerem Terrain unter Beweis stellten.

Neckarwestheim: Beim letzten Straßenrennen im Bundesligazirkus der U 23 hat die NRW-Mannschaft bestehend aus Fahrern des Teams EGN und des SC Wiedenbrück das bislang beste Ergebnis erzielen können. Ein zweiter Platz durch Oliver Johr vom SC Wiedenbrück und Rang vier in der Tagesmannschaftswertung mit nur 3 sec. Rückstand hinter dem ersten Team sind ein weiteres Indiz dafür, dass die Rennfahrer noch lange nicht rennmüde sind, sondern immer noch erfolgshungrig die Wettkämpfe in Angriff nehmen.
Der hervorragenden Platzierung vorausgegangen war eine geschlossene Mannschaftsleistung des Teams über die gesamten 148 Rennkilometer auf einem 10 Mal zu durchlaufenden anspruchsvollen Kurs. Nach recht gemäßigtem Rennverlauf wurde im letzten Drittel das Tempo hochgezogen. Als alles auf eine Sprintentscheidung hinauslief, stellten sich die Fahrer im Trikot des nordrhein-westfälischen Landesverbandes ganz in den Dienst der Mannschaft. Jan Oelerich, Dominik Ivo und Dennis Klemme brachten den endschnellen Johr vor dem letzten Anstieg in eine gute Ausgangsposition, die er letzten Endes zu Rang Zwei ausspielen konnte. Johr musste nur dem Führenden in der Bundesligagesamtwertung und mehrfachen Deutschen Meister John Degenkolb den Vortritt lassen. Die jungen „Wilden“ in Person von Patrick Oeben und Fritz Koch unterstrichen ebenfalls, dass ihre Formkurve immer noch nach oben zeigt, und trugen mit einem achtbaren 23. bzw. 29. Platz zu Rang vier in der Tagesmannschaftswertung bei. Hätte einer von beiden 3 sec. früher das Ziel erreicht, hätte das Team sogar den Tagessieg für sich verbuchen können.

Werne: Eigentlich war der Rest des Teams nach Werne mit dem Ziel angereist, Marius Prünte weit nach vorne zu bringen und ihm damit vielleicht noch den Sieg in der Ernst-Clausmeier-Gedenktrophäe zu ermöglichen. Das Feld mit ca. 50 Startern eröffnete das Rennen auf dem 2,6 km Kurs enorm schnell. Die folgenden Angriffe hatten die Jungs des Krefelder Rennstalls immer im Blick. Als nach einem Prämiensprint dann schlichtweg “verlängert” wurde, fand sich Boris Fastring in einer 9-köpfigen Spitzengruppe wieder, in der alle Mannschaften vertreten waren. Prünte hatte sich an der Verteilung der Prämie nicht beteiligt und verpasste so den Sprung in die Spitze, die sich schnell einig war und Runde für Runde ihren Vorsprung ausbaute. Nachdem ca. 10 Runden vor Schluss des Rennens die Spitzengruppe dem Hauptfeld eine Runde abgenommen hatte, wurde für das Feld drei Runden vor dem Ende der Endspurt eingeläutet, den Prünte klar für sich entschied und damit 15. wurde, da sich zuvor nochmals eine 5er-Gruppe hatte absetzen können.
Im Finale der Führungsgruppe wurde die erste Attacke des Niederländers Joost von Weerd auf der ansteigenden Zielgeraden gekontert. Fastrings Versuch, sich abzusetzen wurde ebenso vereitelt und so verließ er sich auf seine schnellen Beine, die aber an diesem Tag denen von Tim Klessa, der ebenfalls immer noch in Topform ist, nicht gewachsen waren. Mit Rang zwei, der Fastring gleichzeitig den 3. Platz in der Gesamtwertung der Ernst-Clausmeier-Gedächtnistrophäe einbrachte, war der sympathische Bocholter aber dennoch mehr als zufrieden.

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